Frikadellen werden locker, wenn eingeweichtes Brot gut ausgedrückt und die Fleischmasse nur kurz vermengt wird. Eine kleine gedünstete Zwiebel bringt Geschmack, ohne später roh-knackig in der Mitte zu bleiben. Die Küchlein werden gleichmäßig flach geformt und bei mittlerer Hitze gebraten. Eine dunkle Kruste allein beweist noch nicht, dass Hackfleisch innen ausreichend gegart ist. Deshalb gehört eine zuverlässige Garprobe dazu. Diese einfache Grundversion enthält keinen Speck und keine versteckte Füllung.
Portionen, Zeit und Küchenhelfer
8 Frikadellen für 4 Portionen. Vorbereitung einschließlich Einweichen 20 Minuten, Braten in zwei Durchgängen etwa 25 Minuten. Gesamt etwa 45 Minuten. Große Pfanne, Schüssel und Küchenthermometer bereithalten.
Zutaten
- 500 g gemischtes Hackfleisch, frisch und gekühlt
- 1 altbackenes Brötchen, etwa 60 g
- 1 Ei Größe M
- 1 Zwiebel, etwa 100 g
- 2 TL mittelscharfer Senf
- 100 ml Wasser zum Einweichen
- 3 EL Rapsöl
- 1 TL Salz
- ¼ TL schwarzer Pfeffer
- ½ TL Paprikapulver edelsüß
Zubereitung
- Das Brötchen klein reißen und etwa 10 Minuten im Wasser einweichen. Die Zwiebel schälen und sehr fein würfeln. In 1 EL Öl bei mittlerer Hitze ungefähr 4 Minuten glasig dünsten, dann auf einem Teller abkühlen lassen.
- Das eingeweichte Brot kräftig ausdrücken. Mit Hackfleisch, Ei, abgekühlter Zwiebel, Senf, Salz, Pfeffer und Paprika in einer Schüssel kurz vermengen. Hände und Arbeitsgeräte nach Kontakt mit rohem Hack und Ei gründlich reinigen; die rohe Masse nicht kosten.
- Mit leicht angefeuchteten Händen acht gleich große Frikadellen von ungefähr 2 cm Dicke formen. Nicht sehr dicke Kugeln und flache Scheiben mischen, denn ihre Garzeiten unterscheiden sich. Die geformte Masse bis zum Braten kühl halten.
- Das übrige Öl in der Pfanne erhitzen und die Frikadellen in zwei Durchgängen bei mittlerer Hitze braten. Nach ungefähr 5–6 Minuten wenden und die zweite Seite ebenfalls 5–6 Minuten braten. Bei zu schneller Bräunung zurückschalten.
- Mit einem sauberen Thermometer die Mitte prüfen: An allen Stellen mindestens 70 °C für 2 Minuten erreichen. Falls nötig auf kleiner Hitze weitergaren. Gegarte Frikadellen auf einen sauberen Teller legen, niemals auf den Teller der rohen Fleischmasse.
Darauf kommt es an
Das Brot soll feucht, aber nicht tropfnass in die Schüssel kommen. Sehr langes Kneten macht die Masse kompakter. Wer vor dem Formen die Würzung prüfen möchte, brät eine kleine Probe vollständig durch. Ein Pfannendeckel kann gegen Ende beim Durchgaren helfen, macht die Kruste aber etwas weicher. Die Temperatur bleibt wichtiger als eine starre Minutenzahl.
Varianten und Servieren
Als Beilage passen separat gekochte Kartoffeln, gedünstetes Gemüse oder ein Salat. Die Zubereitungszeit dafür ist nicht in dieser Frikadellenmenge enthalten. Reines Rinderhack kann verwendet werden, ergibt aber eine andere Saftigkeit. Geflügelhack nicht ohne erneute Anpassung übernehmen. Senf kann je nach Produkt zusätzliche Allergene enthalten.
Häufige Fragen
Warum zerfallen Frikadellen? Zu nasses Brot, zu grobe Zwiebeln oder frühes Wenden können Ursachen sein. Kann ich sie kalt essen? Ja, wenn sie vollständig gegart und danach zügig gekühlt wurden.
Aufbewahren
Fertige Frikadellen rasch flach verpacken und bei höchstens 5 °C kühlen. Innerhalb von 2 Tagen verbrauchen. Nur benötigte Portionen vollständig aufwärmen. Rohes Hackfleisch nach Packungsangabe lagern und spätestens bis zum angegebenen Verbrauchsdatum verwenden.
