Samtiger Grießbrei ohne Ei

Grießbrei ist eine schlichte warme Süßspeise, deren Textur vor allem vom langsamen Einrieseln und sorgfältigen Rühren abhängt. Weichweizengrieß bindet die Milch zu einer weichen Creme; ein Ei wird hier nicht gebraucht. Der Brei ist anfangs noch locker und zieht nach dem Kochen spürbar nach. Deshalb sollte er nicht schon im Topf schnittfest gekocht werden. Die Zutaten sind überschaubar und lassen sich gut abwiegen. Die Portionen sind als kleiner Nachtisch gerechnet, nicht als vollständige große Hauptmahlzeit.

Portionen, Zeit und Küchenhelfer

4 Dessertportionen. Vorbereitung 5 Minuten, Erwärmen und Kochen etwa 20 Minuten, Nachquellen 5 Minuten. Gesamt etwa 30 Minuten. Topf mit dickem Boden, Schneebesen und vier Dessertschalen.

Zutaten

  • 750 ml Vollmilch
  • 75 g Weichweizengrieß
  • 35 g Zucker
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1 Prise Salz
  • ¼ TL gemahlener Zimt

Zubereitung

  1. Vier kleine Schalen bereitstellen. Milch, Zucker, Vanilleextrakt und Salz in einen Topf geben. Bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren erwärmen, bis die Milch am Rand kleine Bläschen bildet und aufzusteigen beginnt.
  2. Die Hitze deutlich reduzieren. Den Grieß in einem dünnen Strahl einrieseln lassen und gleichzeitig mit dem Schneebesen rühren. Nicht die ganze abgewogene Menge als Haufen hineinkippen; genau dadurch entstehen leicht Klumpen.
  3. Den Brei bei kleiner Hitze nach Packungsangabe, in der Regel etwa 10–15 Minuten, sanft köcheln lassen und gründlich rühren. Mit dem Schneebesen auch die Ränder und den Boden erreichen. Die Masse wird spürbar dickflüssiger und soll noch weich vom Löffel fallen.
  4. Den Topf vom Herd nehmen und 5 Minuten zugedeckt quellen lassen. Danach erneut glatt rühren. Falls er für den eigenen Geschmack zu fest ist, esslöffelweise etwas heißes Wasser einrühren. Nicht unkontrolliert weitere trockene Grießkörner in den fertigen Brei streuen.
  5. Auf die Schalen verteilen, mit wenig Zimt bestreuen und warm servieren. Vor dem ersten Löffel die Temperatur prüfen: Milchbrei hält die Hitze lange und kann besonders in kleinen Kinderschalen noch sehr heiß sein.

Darauf kommt es an

Weichweizengrieß und Hartweizengrieß sind nicht völlig austauschbar. Für die hier beschriebene weiche Textur ausdrücklich Weichweizengrieß verwenden. Auch ein kräftiger Schneebesen kann bereits feste Grießklumpen nur schwer auflösen, daher ist das Einrieseln wichtiger als späteres kräftiges Schlagen. Falls die Milch überzukochen droht, den Topf kurz vollständig von der heißen Platte nehmen.

Varianten und Servieren

Ein separat gekochtes Fruchtkompott kann beim Servieren danebenstehen. Es gehört nicht zur Grundmenge und wird nicht während des Milchkochens eingerührt. Wer den Zimt nicht mag, lässt ihn weg und betont nur die Vanille. Die Zuckermenge lässt sich leicht reduzieren. Der Brei ist nicht glutenfrei, weil Weichweizengrieß aus Weizen hergestellt wird.

Häufige Fragen

Warum entsteht eine Haut? Auf der warmen Oberfläche verdunstet Feuchtigkeit. Vor dem Servieren nochmals umrühren oder direkt portionieren. Wird der Brei kalt fester? Ja; die warme und kalte Konsistenz unterscheiden sich deutlich. Kann ich ihn einfrieren? Für die beste Textur ist frisches Zubereiten sinnvoller; Auftauen kann Wasserabsatz verursachen.

Aufbewahren

Übrig gebliebenen Brei in flache Behälter geben und zügig bei höchstens 5 °C kühlen. Innerhalb von 24 Stunden essen. Beim Erwärmen wenig Milch hinzufügen, mehrfach umrühren und vollständig heiß werden lassen. Nicht im Topf auf dem ausgeschalteten Herd über Nacht stehen lassen.

Geschrieben von: admindz

Ich koche seit dreißig Jahren für meine Familie. Hier teile ich die Rezepte und Tipps, die bei uns immer gelingen.