Ein Kartoffelsalat ohne Mayonnaise lebt von gut gegarten, noch warm geschnittenen Kartoffeln und einem ausgewogenen Dressing. Die Brühe zieht zunächst in die Scheiben ein. Gurke und Kräuter kommen später hinzu, damit sie frisch bleiben. Festkochende Kartoffeln sind hier die einfachste Wahl, weil sie beim vorsichtigen Mischen nicht sofort zerfallen. Der Salat darf nach dem Anmachen kurz ziehen, soll aber nicht über Stunden bei Raumtemperatur stehen. Ein kleiner flacher Vorratsbehälter ist praktischer als eine große tiefe Schüssel.
Portionen, Zeit und Küchenhelfer
4 Portionen als Beilage. Vorbereitung 20 Minuten, Kartoffeln kochen 25–30 Minuten, Durchziehen und Abkühlen etwa 30 Minuten. Insgesamt etwa 75 Minuten. Topf, große flache Schüssel und kleiner Schneebesen.
Zutaten
- 800 g festkochende Kartoffeln
- ½ Salatgurke, etwa 200 g
- 180 ml Gemüsebrühe
- 1 kleine Zwiebel, etwa 60 g
- 3 EL Rapsöl
- 2 EL heller Weinessig
- 1 TL mittelscharfer Senf
- 2 EL gehackte Petersilie
- ½ TL Salz für das Kochwasser
- ¼ TL schwarzer Pfeffer
- 1 Prise Zucker
Zubereitung
- Kartoffeln gründlich waschen und mit Wasser knapp bedecken. Das Kochwassersalz zugeben und je nach Größe 25–30 Minuten gar kochen. Ein kleines Messer soll leicht bis in die Mitte eindringen, ohne dass die Schale schon stark aufplatzt.
- Währenddessen Zwiebel schälen und sehr fein würfeln. Mit der Brühe in einem kleinen Topf aufkochen und 2 Minuten köcheln lassen. Die Gurke waschen, längs halbieren und in dünne Scheiben schneiden.
- Kartoffeln abgießen, kurz ausdampfen lassen und pellen, sobald sie sicher angefasst werden können. In etwa 5 mm dicke Scheiben schneiden und in eine flache Schüssel geben. Mit der heißen Zwiebelbrühe übergießen und vorsichtig wenden.
- Essig, Senf, Öl, Pfeffer und Zucker verrühren. Das Dressing nach ungefähr 10 Minuten unter die Kartoffeln heben. Gurke und Petersilie erst zufügen, wenn die Mischung nur noch lauwarm ist. Nicht kräftig kneten oder rühren.
- Den Salat etwa 20 Minuten ziehen lassen, danach abschmecken und zeitnah servieren. Soll er später gegessen werden, rasch flach im Kühlschrank abkühlen lassen. Vor dem Servieren nur die benötigte Menge herausnehmen und nochmals vorsichtig durchheben.
Tipps für ein gutes Ergebnis
Die Kartoffelsorte beeinflusst, wie viel Flüssigkeit aufgenommen wird. Zunächst die angegebene Brühe verwenden und erst nach der Ruhezeit beurteilen, ob mehr nötig ist. Zu saurer Salat lässt sich nicht allein durch viel Zucker ausgewogen machen; Essig deshalb abmessen. Eine Gurke mit sehr wasserreicher Mitte kann entkernt werden. Damit bleibt das Dressing konzentrierter, ohne dass die Kartoffeln trocken werden.
Varianten und Servieren
Schnittlauch kann die Petersilie ersetzen. Für eine mildere Zwiebelnote ist das kurze Kochen in der Brühe wichtig. Ein zusätzliches hart gekochtes Ei verändert den Charakter und die Zutatenliste, gehört aber nicht zu dieser Fassung. Der Salat passt zu gebratenem Gemüse oder separat gegartem Fleisch; die Beilagen sind nicht in der angegebenen Zubereitungszeit enthalten.
Aufbewahren
Reste sofort flach abdecken und bei höchstens 5 °C lagern. Am nächsten Tag verbrauchen. Eine große Menge warmen Kartoffelsalat nicht erst vollständig auf dem Küchentisch abkühlen lassen. Bei einem Buffet kleine Portionen nachlegen und den restlichen Salat gekühlt lassen.
